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Lehrer-Feedback an unsere Kinder - was wirklich passiert

Meine Tochter kam letzte Woche nach Hause und erzählte mir von einem Gespräch mit ihrer Mathelehrerin. Es ging um ihre letzten Arbeiten und ehrlich gesagt war ich überrascht, wie das Ganze ablief. Das hat mich zum Nachdenken gebracht über diese ganze Team-Feedback-Sache in Schulen.

Die positiven Seiten

Was mir aufgefallen ist - wenn Lehrer sich wirklich Zeit nehmen für Rückmeldungen, kann das einen riesigen Unterschied machen. Meine Tochter wusste genau, wo sie stand. Nicht nur eine Note, sondern konkrete Punkte: welche Aufgaben gut liefen, wo sie noch üben muss. Das ist Gold wert.

Einige Lehrer nutzen mittlerweile auch digitale Tools, wo Kinder sofort sehen können, was sie erreicht haben. Mein Sohn hat so eine App in Englisch und er checkt die tatsächlich freiwillig. Wunder geschehen.

Was auch hilft - wenn mehrere Lehrer zusammenarbeiten und sich austauschen. Dann bekommt man als Elternteil ein runderes Bild, nicht nur Schnipsel aus verschiedenen Ecken.

Die Schattenseiten

Jetzt kommt aber der Haken. Viele Lehrer haben schlichtweg keine Zeit für ausführliches Feedback. Bei 28 Kindern in der Klasse bleibt es oft bei knappen Kommentaren oder gar nichts. Mein Neffe hatte mal drei Monate lang keine Rückmeldung in Deutsch - wie soll das funktionieren?

Dann gibt es noch das Problem der Einheitlichkeit. Ein Lehrer gibt super detaillierte Rückmeldungen, der nächste kritzelt nur "gut gemacht" unter die Arbeit. Für uns Eltern ist das verwirrend.

Und seien wir ehrlich - manchmal ist das Feedback so verpackt, dass man drei Mal lesen muss um zu verstehen, ob jetzt alles okay ist oder nicht. Klartext wäre manchmal echt hilfreich.

Unterm Strich funktioniert das System, wenn engagierte Lehrer dahinterstehen und genug Zeit haben. Ansonsten wird es zur Glückssache.