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Elternsprechtage und Feedbackrunden - der Realitätscheck

Letzten Monat saß ich wieder beim Elternsprechtag. Zehn Minuten pro Lehrer, fünf Fächer an einem Abend. Ihr kennt das vermutlich. Dabei geht es ja eigentlich um wichtiges Feedback zum Lernfortschritt unserer Kinder. Aber wie gut klappt das wirklich?

Was tatsächlich funktioniert

Wenn die Lehrer vorbereitet sind, können diese kurzen Gespräche echt wertvoll sein. Ich hatte eine Lehrerin, die hatte konkrete Beispiele parat - welche Aufsätze gut waren, wo mein Sohn noch hängt. Das war hilfreich, damit konnte ich was anfangen.

Manche Schulen haben jetzt auch Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche eingeführt. Klingt erstmal nach mehr Aufwand, aber meine Nachbarin schwärmt davon. Ihr Kind sitzt mit am Tisch und redet selbst über die Leistungen. Angeblich sehr aufschlussreich.

Die digitalen Klassenbücher sind auch nicht schlecht. Man sieht zumindest, ob Hausaufgaben fehlen oder ob es Bemerkungen gibt. Besser als früher, wo man erst beim Zeugnis aus allen Wolken fiel.

Wo es hakt

Zehn Minuten sind einfach zu wenig. Gerade bei Problemen kratzt man nur an der Oberfläche. Dann heißt es "Vereinbaren Sie einen Extra-Termin" - aber wann soll das passieren bei Vollzeitjobs auf beiden Seiten?

Oft bekommt man sehr unterschiedliche Aussagen von verschiedenen Lehrern. Der eine sagt, alles prima. Die nächste meint, es müsste mehr gelernt werden. Wem glaubt man jetzt?

Und dann gibt es noch diese Gespräche, wo man nur Allgemeinplätze hört. "Könnte sich mehr beteiligen" oder "ist ein netter Schüler" - schön und gut, aber was bedeutet das konkret? Welche Note steht da und warum?

Das größte Problem bleibt für mich die fehlende Kontinuität. Zweimal im Jahr reden ist zu wenig, um wirklich am Ball zu bleiben.